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Verbraucherfragen: Bergkäsebezeichnung
letzte Aktualisierung am 28.02.12 um 13:08 Uhr
16.04.11 um 11:59 Uhr
Die Bezeichnung "Bergkäse" ist an die Einhaltung bestimmter Herstellungsvorschriften und an eine bestimmte Beschaffenheit von Rohmilch und Endprodukt gebunden. In Deutschland und Österreich ist der Bergkäse zudem als geographische Ursprungsbezeichnung geschützt. Weitere Details und einige weiterführende Links finden sich bei Wikepedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Bergk%C3%A4se
20.04.11 um 14:42 Uhr
Die Käseverordnung bei Bergkäse aus Österreich sind: Reifezeit mindestens 3 Monate bis ca. 12 Monate, silofreie Rohmilch bzw. Heumilch, Kühe stehen ca. 800-1100 Meter Höhe in den Bergen. Im Sommer mit frischem Gras, Blüten und versch. Gräsern auf der Almwiese. Im Winter im Stall mit Heu und Getreideschrot als Zufütterung. Silage, Mais und andere Futtermittel sind verboten. Die Reifezeiten müssen streng eingehalten werden.
Die Steigerung vom bergkäse ist der Alpkäse.
Infos gibt es über www.kaesewelten.at
Auch jederzeit gerne bei mir.
Anfrage über info@kaeseseminare.de
Irma Franz, Käseseminarleiterin und Käsekaiserin 2009 der AMA in Deutschland.
unbekannt
19.02.12 um 10:34 Uhr
Bergkäse darf auch im Tal hergestellt werden,-Alpkäse nicht!
28.02.12 um 13:08 Uhr
Dank "Knacker" hat sich gerade eine alte Antwort von mir zum Thema Bergkäse wiedergefunden, die noch aktuell sein sollte:
Bergkäse ist Käse aus einem Berggebiet oder von einer Alp, wobei 70% des Futters aus einem Berggebiet oder Sömmerungsgebiet stammen muss. Bergkäse muss im Berggebiet hergestellt werden, dies schließt aber nicht aus, dass es sich um Käse aus Milch von mit Heu und Kraftfutter gefütterten Hochleistungskühen hergestellt in einer industriellen Großmolkerei handelt. Die traditionelle Erzeugung ist nur in silofreien Gebieten möglich, da es andernfalls zu Fehlgärungen kommen kann. Bergkäse kann während des ganzen Jahres hergestellt werden.
beim allgäuer bergkäse ist es ein bisschen anders: Allgäuer Bergkäse ist ein deutscher Bergkäse aus Rohmilch. Der Name ist ursprungsgeschützt – Allgäuer Bergkäse darf daher nur in den Landkreisen Lindau, Oberallgäu, Ostallgäu, Unterallgäu, Ravensburg und dem Bodenseekreis sowie den Städten Kempten, Kaufbeuren und Memmingen produziert werden. Allgäuer Bergkäse wird ähnlich wie Emmentaler hergestellt, jedoch nur in Kleinbetrieben auf den Sennhütten der Allgäuer Alpen und in wenigen Talkäsereien – vorwiegend im Oberallgäu in Höhen zwischen 900 und 1800 m. Seit 2010 läuft ein Projekt der EU-Kommission, in welchem die Vermarktung und der Absatz des „Allgäuer Bergkäses“ unter dem Begriff Weltgenusserbe Bayern gefördert wird.
Um die Bezeichnung "Bergprodukt" (Bergkäse) tragen zu dürfen, müssen die Rohstoffe aus dem Berggebiet stammen und im Berggebiet, einschliesslich der angrenzenden Gemeinden, verarbeitet werden. Werden die Produkte ausserhalb des Berggebiets verarbeitet, darf nur auf die Herkunft der Rohstoffe hingewiesen werden („Joghurt aus Bergmilch“). Beim Käse muss immer sowohl die Milcherzeugung als auch die Verkäsung im Berggebiet erfolgen. (Berg- und Alpverordnung).
Der ALPKÄSE hingegen wird aus bester natürlicher Schweizer Alpmilch und in sorgfältigster Handarbeit hergestellt. Ein Käse darf die Bezeichnung «Alpkäse» nur tragen, wenn die Milchproduktion und die Verkäsung auf der Alp stattfinden (Berg- und Alpverordnung).
Team KÄSE-THEKE
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