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Käse-News: Verpackung aus Molke



letzte Aktualisierung am 25.05.11 um 12:19 Uhr


25.05.11 um 12:19 Uhr



Molke könnte schon bald Kunststoff als Verpackungsmaterial ersetzen. Dadurch könnten Entsorgungskosten eingespart und Milch komplett verwertet werden.

Im Rahmen eines EU-Projektes mit insgesamt 14 Partnern aus sieben Ländern wurde jetzt eine wiederverwendbare Barriereschicht aus Molkeproteinen entwickelt, die Verpackungen aus Kunststoff ersetzen soll. Am Projekt "Wheylayer" haben sich Unternehmen und Verbände der Verpackungs-, Recycling- und Milchindustrie sowie Forschungseinrichtungen, darunter das Frauhofer Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) beteiligt.

So könnten zukünftig herkömmliche und teure Polymere wie Ethylen-Vinylalkohol-Copolymer (EVOH) durch das Biomaterial Molke ersetzt werden, das bei der Käseherstellung als Nebenprodukt anfällt, erläuterte der Forschungsdienstleister Technologie-Transfer-Zentrums Bremerhaven (ttz), der die Arbeit des Frauhofer Instituts validierte.

Der Molkeproteinfilm enthält nach Angaben der beteiligten Wissenschaftler außerdem natürliche antimikrobielle und antioxidantive Wirkstoffe und zeichne sich zudem durch seine biologische Abbaubarkeit aus. Die Forscher wiesen darauf hin, dass die mit Molkeproteinen beschichtete Folie zusätzlich mit einem konventionellen Kunststoff laminiert werde, um eine Verbundverpackung herzustellen.

Diese Barrierebeschichtung lasse sich aber wieder rückstandslos vom Substrat entfernen und stehe einer Wiederverwendung nicht im Weg. Wie die ttz-Wissenschaftler herausfanden, sind Verpackungen mit integrierter Molkeschicht, die als Sauerstoff- und Wasserdampfbarriere dient, genauso effizient wie industrielle Materialien. Bei Geschmackstest mit Käse seien die mit der neuen Technik geschützten Produkte sogar als cremiger und weniger „gummigartig“ beschrieben worden. Die sensorische Profilierung einer Testreihe mit einer zusätzlichen antimikrobiellen Schicht habe gezeigt, dass dieser Käse als weniger sauer und bitter empfunden wurde. AgE


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