News

News

Terroir der Alpen

04.02.2026


Terroir der Alpen

„Herzlich willkommen!“ – mit diesen Worten begrüßte Johannes Einzenberger, Obmann des Verbands Käsesommelier Österreich, rund 40 Teilnehmer vor den Bildschirmen. Gemeinsam mit der ARGE Heumilch hatte der Verein zu einem Online-Seminar eingeladen, das sich ganz dem Terroir der Alpen und den feinen Unterschieden von Alm-, Alp- und Bergkäse widmete.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen zentrale Fragen: Was genau zeichnet Alm- und Alpkäse aus? Worin unterscheiden sie sich vom Bergkäse? Welche gesetzlichen Vorgaben gelten – und lässt sich die jeweilige Herkunft tatsächlich im Geschmack erkennen?
Nach Begrüßung übernahmen Christiane Mösl und Valerie Kerle von der ARGE Heumilch das Wort. Sie erläuterten, was Heumilch ausmacht: eine Spezialmilch für die Käseherstellung, deren Ziel der Erhalt der silofreien Heuwirtschaft ist. Die besondere Fütterung wirkt sich nicht nur auf Tierwohl und Landschaftspflege aus, sondern prägt auch Aroma und Qualität der Käse. Auf die rechtlichen Grundlagen ging Martin Rogenhofer vom Lebensmitteltechnologischen Zentrum Wieselburg (LMTZ) ein. Er stellte insbesondere den Codex B 32 vor, der die Definitionen und Qualitätskriterien für Käse in Österreich festlegt. Ergänzend beleuchtete Christiane Mösl den EU-Schutz österreichischer Käse sowie die Bedeutung der geschützten Heumilch. Mit Gailtaler Almkäse g.U., Tiroler Almkäse g.U. Bergsteigerkäse, Vorarlberger Bergkäse g.U., Alpbergkäse und Vorarlberger Alpkäse g.U. standen sechs Käse an diesem Abend zur Verkostung. Auch Caspar Greber, der als Käse Caspar bekannt ist, sorgte für eine sensorische Einordnung der Verkostung des Alpbergkäse vom Vorsäss Schönenbach sowie des Vorarlberger Alpkäses von der Alpe Obere aus dem Jahr 2024.
In diesem Seminar wurde deutlich, dass Bergkäse eine Typbezeichnung ist. Die Milch stammt in der Regel von Kühen aus dem Tal, und auch die Herstellung erfolgt überwiegend dort. Alm- und Alpkäse hingegen werden ausschließlich während der Sommermonate direkt auf den Alpen und Almen produziert. Greber berichtete eindrucksvoll vom Leben und Arbeiten auf der Alp und ging auf die bis heute gelebte, bäuerlich geprägte Drei-Stufen-Landwirtschaft im Bregenzerwald ein – ein System, das die Qualität und Authentizität dieser Käse maßgeblich beeinflusst. Zum Abschluss des Seminars stimmten die Teilnehmenden ab. Mit deutlichem Vorsprung überzeugten der Bergsteigerkäse der Dorfkäserei Pötzelsberger sowie der Vorarlberger Alpkäse g.U.


Käse-Club

Mitglied werden

Als Fachverkäufer/in von vielen Vorteilen für den beruflichen Erfolg profitieren. Mehr

  • © B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG